Worldcup 2018

Posted by  on Dez 10, 2018  in Wettkampf  | No Comments

geschrieben von Andi, Jörg und Nazare

Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit für den Worldcup in Shanghai hob der Flieger am 14.11.2018 um 14:30 Uhr mit den Kämpfern und dem Nationaltrainer aus München vom Flughafen München ab. Mit dem letzten Aufruf für Nazaré Wörmann, Jörg Vochetzer und Andi Beer durften wir gerade noch mit nach Dubai fliegen. Am Flughafen Dubai stießen unsere Freunde aus Hamburg und Bochum zu uns, so dass das deutsche Team nach ca. vier Stunden Aufenthalt weiter nach Shanghai fliegen konnte.

In Shanghai angekommen wurden wir wider Erwarten von einem Shuttleservice abgeholt. Andi war besessen vom Transrapid, weswegen er auf den Shuttleservice verzichtete. Nazaré schloss sich ihm an. Enttäuschend war dann, dass der Transrapid nur 300 km/h fuhr und nicht wie im Reiseführer beschrieben 430 km/h.

Am Freitagnachmittag stand das Wiegen für die Kämpfer auf dem Programm. Nazaré musste unter 55 kg haben. Die Waage auf ihrem Zimmer zeigte jedoch genau 55 kg an, weshalb sie den ganzen Vormittag aufs Essen und Trinken verzichtete. Die offizielle Kämpferwaage zeigte dann 52,3 kg an – das ganze Hungern umsonst. Jörg trat im Schwergewicht an und dieses begann ab 80 kg, daher hatte er beim Wiegen kein Problem, die hat er mit seinen schlanken 100 kg locker gehalten.

Am folgenden Tag, dem Samstag, begann dann das Chaos. Nachdem wir bereits am Montag per Mail darüber informiert worden waren, dass der Wettkampf nicht wie geplant in Shanghai stattfinden würde, sondern wegen der Internationalen Import Expo nach Suzhou verlegt werden musste und zudem nur ein einziger Tag zur Austragung des Worldcups zur Verfügung stehe, wurden nun sämtliche Teams mit Bussen in einer knapp zweistündigen Fahrt zum Ort des Geschehens transportiert. Dort angekommen fanden wir uns jedoch vor verschlossenen Türen wieder und mussten erst einmal warten. Nach zwei Stunden beorderte uns Hanshi John Taylor, der Zweithöchste der Organisation, dann alle zurück in die Busse, da die chinesische Polizei mit unserer unerlaubten Versammlung vor der Halle offenbar nicht einverstanden war. Eine weitere Stunde später wurde uns dann mitgeteilt, dass der Wettkampf leider auf den Sonntag verlegt werden müsse. So fuhren dann alle Teams wieder zurück in ihre Hotels.

Am Sonntagmorgen startete dann der zweite Versuch, diesmal deutlich effizienter. Kaum bei der Halle angekommen, durften wir uns auch schon umziehen gehen, wenngleich dieses Vorhaben noch mit ein paar kleinen Hindernissen verbunden sein sollte. Jörg bekam gleich eine Umkleidekabine zugewiesen, während Nazaré erst einmal durch die ganzen Katakomben umherirren musste.

Nach einer kurzen Eröffnungszeremonie gingen die Kämpfe endlich los.

Eröffnungszeremonie am 18.11.

Aufstellung der Kämpfer am 18.11.

Nazaré musste als Erste auf die Matte. Sie hatte an diesem Tag kein Glück. Nachdem sie sich bereits seit dem Morgen krank fühlte, verlor sie gleich den ersten Kampf gegen die spätere Vizeweltmeisterin, eine Chinesin. Diese kämpfte ohne Rücksicht auf Verluste und setzte Nazaré vor allem mit ihren Chudan Mawashigeris, und leider auch mehreren Fouls, von Anfang an unter Druck. In den letzten zehn Sekunden konnte sie durch einen Wazaari den Kampf für sich entscheiden, so dass Nazaré ausgeschieden war.

Für Jörg sollte es an diesem Tag nicht besser laufen. Durch einen Organisationsfehler bekam er in letzter Sekunde einen anderen Gegner als erwartet zugeteilt. Dieser, aus dem Iran oder Afghanistan, wir sind uns bis heute nicht ganz sicher, war deutlich leichter und agiler und machte Jörg zwar einige Schwierigkeiten, jedoch verlief die erste Runde insgesamt recht ausgeglichen. Dennoch wurde zu viel ‘verschlafen‘, die Kampfrichter entschieden bereits nach dem ersten Durchgang für den Gegner. Somit war auch für Jörg das Turnier vorzeitig beendet.

Danach konnten wir alle aus nächster Nähe die hochwertigen Halbfinal- und Finalkämpfe anschauen. Montag und Dienstag nutzten wir um ein bisschen Shanghai anzuschauen.

Andi durfte dann doch noch mit dem Transrapid, die im Reiseführer versprochenen 430 km/h fahren. Dienstagabend ging es dann wieder zurück nach München.

17.11. Andi und Jörg vor der Halle

Nazare mit der Vizeweltmeisterin nach den Kämpfen

Ulf, Thorsten, Nazare und Jörg während eines Spaziergangs um das Hotel

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