Münchener Karate-Sommer 2017

Posted by  on Aug 30, 2017  in Dies und das, Gürtelprüfung  | No Comments

Von Sophie und Ole

Der Sommer des Jahres 2017 gestaltete sich für unsere Karate-Abteilung mal wieder ziemlich ereignisreich.

Gürtelprüfung

Eingeläutet wurde er durch die fast schon traditionelle sommerliche Gürtelprüfung, bei der unsere Karatekas die Gelegenheit bekamen, ihr Können und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis zu stellen. Gerade letzteres wurde bei den schwülwarmen Temperaturen im Gymnastikraum auch ausgiebig auf die Probe gestellt.

Sensei Stefan ging ja nicht nur das komplette Prüfungsprogramm im Detail durch, er legte auch gesteigerten Wert auf die Improvisationsfähigkeiten seiner Schüler, weswegen die Techniken oft aus ungewohnten Stellungen und ebenso ungewohnten Kombinationen, sowie einige Katas in Variationen, abgefragt wurden. Verschiedene Konditionstests kamen natürlich auch noch dazu.

Selbstverständlich bissen sich die tapferen Prüflinge komplett bis zu den abschließenden Kumite-Runden mit Mut und Ausdauer durch und machten durchweg eine gute Figur, was auch vom Sensei am Ende mit lobenden Worten bestätigt wurde. Und so konnten viele von uns sich mit einer neuen Gürtelfarbe um die Hüfte gleich dem nächsten Highlight des Sommers stellen: Dem diesjährigen Sommerlager.

Zur Schilderung der dortigen Ereignisse übergebe ich das Wort an Sophie:

Sommerlager 2017 in Bad Hersfeld

Auch in diesem Jahr fand wieder das Sommercamp der KKD vom 13.7-16.7 in Bad Hersfeld statt. Leider hatte der besondere Besuch aus Australien, Hanshi John Taylor aus privaten Gründen abgesagt und konnte daher nicht teilnehmen. Trotzdem hatten wir die Ehre zusammen mit Shihan Klaus Rex aus Dänemark, Shihan Sergey Lukyanchikov aus der Ukraine und Shihan Marc van Walleghem aus Belgien zu trainieren. (Für manche war der WM-Kämpfer aus Chile auch
eine Attraktion …)

Dieses Jahr gab es die Möglichkeit die Aufenthaltslänge frei zu wählen und so kam es, dass ein Teil am Donnerstag und der andere am Freitag an der Jugendherberge ankam.

Jetzt aber mal zum Training: Am Freitag nach dem Mittagessen und der KKD-Vollversammlung starteten wir im Freien mit diversen Hebeltechniken bzw. Partnerübungen, wo wir von einigen Passanten sehr interessiert beobachtet wurden. Ist ja schon eine Attraktion, wenn über 80 Leute in weißen Anzügen über eine Wiese gehen und laute Geräusche von sich geben … (Osu gehört ja
dazu und darf auch in Kurorten nicht fehlen!!)

Am Abend ging dann zum Training in eine große Turnhalle in der Nähe, um die letzte Trainingseinheit des Tages zu absolvieren. Danach kamen viele im Foyer der Jugendherberge zusammen um sich zu unterhalten und den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Der Samstag startete mit dem Frühtraining im Kurpark mit darauf folgendem Frühstück. Darauf folgte das Vormittagstraining in der Halle, wo die Schwarzgurte vom Rest „getrennt“ wurden, um mehr anspruchsvolle Techniken und Katas zu trainieren. Der Rest durfte abwechselnd mit Shihan Rex und Shihan van Walleghem (umgewandelte) Katas, neue Kombinationen und Partnerübungen ausprobieren und außerdem lernten wir die Wichtigkeit des OSU kennen.

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause ging es wieder zurück in die Halle zum trainieren, wo ein Teil der Gruppe sich dazu entschied ein Kadertraining mit Sensei Frank zu bestreiten, die restlichen Schwarzgurte liefen hohe Katas, wie z.B. die Bo-Kata (mit Besenstielen) und der andere Rest lief Katas, die z.B aus den Anfängen von diversen Katas zu einer neuen zusammen gesetzt wurden, machte abwechselnd Partnerübungen und kämpfte mit immer neuen Partnern.

Am Abend gab es keine Trainingseinheit mehr, sondern die Sayonara-Party, wo im Freien gegrillt wurde. Die Shihans bekamen ein kleines Dankgeschenk, mehrere Sandans, wie Stefan, Andi und Frank bekamen ein cooles T-Shirt als Dank für ihre Mithilfe und unser Dojo wurde auch geehrt: Mit den meisten Teilnehmern im Sommercamp wurde uns ein Wanderpokal überreicht, den wir natürlich nächstes Jahr verteidigen müssen!! Also fahrt alle wieder mit!!!!

Nach dem Grillen ist ein Teil der Truppe durch Bad Hersfeld gezogen, auf der Suche nach einer Alternative für die Cohi-Bar, die leider geschlossen hatte. Am Ende gings dann (mit ein paar Umwegen und einem Abstecher in eine Zigeunerkneipe) zu einer Tanzbar, wo viele ihr Tanztalent beweisen konnten und wo der Abend schön endete.

Am Tag der Abreise, also Sonntag, fiel das Frühtraining aus und nach einem gemütlichen Frühstück und dem Packen ging es ein letztes Mal zur Halle. An diesem Tag gab es nur eine Kumite-Einheit, wo jeder gegen viele verschiedene Karatekas mit unterschiedlichen Kyus und Kampferfahrung kämpfen durfte.

Nach der Verabschiedung von der anderen Dojos ging der Grossteil unserer Gruppe noch gemeinsam Mittagessen und startete danach leider schon wieder nach München um am Ende nach langen vier Stunden im Stau endlich anzukommen.

Für mich persönlich war es eine super schöne Zeit und Möglichkeit und ich
hoffe nächstes Jahr wieder dabei sein zu können!!

OSU!

Sommerfest

Nach all dem Training gab es zum Abschluss des Karate-Sommers noch einen besonderen Grund zu feiern: Unsere Karate-Abteilung im MTV München wird in diesem Jahr tatsächlich schon 50 Jahre alt! Dementsprechend wurde es uns für diese besondere Feierlichkeit gestattet, das Bootshaus an der Isar für eine hochsommerliche Grillparty zu nutzen.

Darüber hinaus besorgte Sempai Jörg uns ein edles 50-Liter-Holzfass Bier, um 50 Jahre Karate in München wirklich gebührend zu zelebrieren, das von ihm und Sensei Andi auch stilecht angestochen wurde.

Das Wetter meinte es auch gut mit uns und sorgte für eine fantastische Biergartenatmosphäre. Auch die Gästeliste konnte sich sehen lassen: Neben unserer „Standard-Gruppe“ von regelmäßg und hart trainierenden Karatekas und unseren Vereinsmaskottchen Ronja und Cedric kamen auch einige ehemalige Mitglieder und Trainer wie Sensei Darek vorbei.

Besondere Ehre war der Besuch von Lotte, der legendären Trainerin von Sensei Stefan und Sensei Andi. Daher bekam man im Laufe des Abends auch jede Menge interessante Geschichten aus der Vergangenheit zu hören. Der offizielle Teil war nicht allzu lang, Sensei Stefan ging kurz auf die Vereinsgeschichte ein, stellte die illustren Gäste vor, und sprach über die Zukunftspläne, denn wir haben auch in nächster Zeit viel vor. Ansonsten herrschte bayrische Gemütlichkeit. Und damit gab es einen guten Abschluss für eine aufregende Saison in unserem Verein, und vermutlich kann es jetzt auch kaum einer von uns erwarten, die nächsten 50 Jahre anzugehen!

Osu!

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